Ein Immobilienverkauf ist für die meisten Eigentümer eine einmalige Sache – und es geht um viel Geld. Wer gut vorbereitet startet, verkauft schneller und zu einem besseren Preis. Dieser Ratgeber zeigt, worauf es beim Verkauf einer Immobilie in Osnabrück ankommt, egal ob Einfamilienhaus, Eigentumswohnung, Mehrfamilienhaus oder Grundstück.
1. Den richtigen Preis finden
Der Angebotspreis ist die wichtigste Entscheidung im ganzen Verkauf. Zu hoch angesetzt, bleibt die Immobilie liegen und muss später reduziert werden – das kostet Verhandlungsspielraum. Zu niedrig angesetzt, verschenken Sie Geld. Grundlage ist eine fundierte Immobilienbewertung.
2. Unterlagen und Energieausweis
Käufer und Banken wollen vollständige Unterlagen sehen. Ein gültiger Energieausweis muss nach dem Gebäudeenergiegesetz spätestens bei der Besichtigung vorliegen, die Kennwerte gehören bereits in die Anzeige. Welche Dokumente Sie brauchen, steht in der Unterlagen-Checkliste; mehr zum Ausweis im Beitrag Energieausweis.
3. Sanieren oder so verkaufen?
Kleine Mängel zu beheben lohnt sich fast immer, eine Komplettsanierung vor dem Verkauf meist nicht. Entscheidend ist, dass Käufer die Kosten anstehender Maßnahmen einschätzen können. Als Makler mit Bau-Know-how beziffern wir diese Kosten konkret. Mehr dazu: Sanieren oder direkt verkaufen?
4. Steuern beim Verkauf
Gewinne aus dem Verkauf privater Immobilien sind steuerfrei, wenn zwischen Kauf und Verkauf mehr als zehn Jahre liegen oder wenn Sie die Immobilie im Verkaufsjahr und in den beiden Jahren davor selbst bewohnt haben (§ 23 EStG). Bei vermieteten Objekten und unbebauten Grundstücken gilt die Zehnjahresfrist ohne diese Ausnahme. Im Einzelfall sollten Sie das mit Ihrer Steuerberatung klären.
5. Bestehende Finanzierung
Läuft noch ein Darlehen mit Zinsbindung, kann die Bank bei vorzeitiger Ablösung eine Vorfälligkeitsentschädigung verlangen. Sprechen Sie früh mit Ihrer Bank – manchmal lässt sich das Darlehen auf ein neues Objekt übertragen.
6. Vermarktung, Besichtigung, Verhandlung
Gute Fotos, ein aussagekräftiges Exposé und die richtigen Kanäle sorgen für qualifizierte Anfragen. Vor Besichtigungen prüfen wir die Interessenten, vor Verhandlungen die Finanzierung. So sparen Sie sich Besichtigungstourismus und geplatzte Notartermine. Den genauen Ablauf zeigt der Beitrag Hausverkauf in 8 Schritten.
7. Notartermin und Übergabe
Der Notar entwirft den Kaufvertrag, beide Seiten erhalten ihn vorab zur Prüfung. Nach der Beurkundung wird eine Auflassungsvormerkung eingetragen, der Käufer zahlt nach Fälligkeitsmitteilung, und Sie übergeben die Immobilie mit Protokoll und Zählerständen.